Anreise
Mit dem Flugzeug
Ungefähr ein Dutzend europäischer und nordamerikanischer Fluglinien fliegen Santiago an, einige sogar täglich. Das untere Preislimit für Hin- und Rückflüge von Europa aus, liegt bei ca. USD 600 bis USD 900, abhängig von der Saison. Direktflüge von New York, Miami oder Los Angeles kosten ab USD 500 bis USD 600. Der Airpass von Lan Chile für Inlandsflüge kann nur in Reisebüros im Ausland gebucht weden. (siehe Inlandsflüge).
Auf dem Landweg
Für Reisen von Peru, Bolivien oder Argentinien kannst du jeglichen Grenzübergang wählen. Jedoch von Mai bis September erkundige dich im Vorhinein über den Straßenzustand der Pässe über die Anden in Zentral- und Südchile. Besonders zwischen Mendoza (Argentinien) und Los Andes (Chile) kann es immer wieder zu Wintereinbrüchen kommen.
Touristenkarte
Staatsbürger aus Australien, Neu Seeland, Großbritannien, Kanada, den USA, Südafrika, sowie aus den meisten EU Ländern brauchen kein Visum, sondern nur ihren Reisepass. Bei der Einreise erhält man eine „Tarjeta de Turismo“ (Touristenkarte), die 90 Tage gültig ist und bei der Ausreise vorgezeigt werden muss. Bewahre dieses Stück Papier an einem sicheren Ort auf! Solltest du es verlieren, besorge dir so früh wie möglich vor deiner Ausreise eine Ersatzkarte (Policía Internacional in Santiago, General Borgoño 1052 oder bei einer anderen Polizeistation in einer anderen Stadt). Diejenigen, die versuchen das Land ohne diese Karte zu verlassen, werden höchstwahrscheinlich ihren Flug verpassen oder müssen an der Grenze länger warten.
Bürger aus den meisten afrikanischen Ländern, Asien, sowie der ehemaligen Sowjetunion brauchen ein Touristenvisum, das sie beim chilenischen Konsulat beantragen können.
Einreisegebühren
Bürger aus den USA, Kanada, Australien und Mexiko müssen am Flughafen von Santiago (nur hier) eine Einreisegebühr, die der Summe, die Chilenen bei der Einreise in eines dieser Länder bezahlen müssen, entspricht, zahlen. Für US Bürger beträgt diese Gebühr USD 61,-, für Kanadier USD 55,-, für Australier USD 30,- und für Mexikaner USD 17,-.
Verlängerung
Die einfachste Weise die Touristenkarte zu verlängern ist die Aus- und wieder Einreise (ist an einem Tag möglich). Viele Ausländer benutzen diese Gesetzeslücke um ihren Aufenthalt in Chile zu verlängern, theoretisch funktioniert dieses völlig legale System ja für immer. Trotzdem gab es Fälle, bei denen Grenzbeamte beim dritten oder vierten Mal Verdacht schöpften und begannen unangenehme Fragen zu stellen und die Touristenkarte nur für weitere 30 Tage ausstellten.
Eine offizielle Verlängerung bei einer Polizeistation (ohne das Land zu verlassen) ist nur einmal für weitere 90 Tage möglich, und muss ein Monat bevor die Karte abläuft bei der Extranjería in Santiago oder einer anderen Regionshauptstadt verlängern. Die Kosten liegen bei USD 100,-, Adresse in Santiago: Teatinos 950, auf der Rückseite des Gebäudes, in der Nähe der U-Bahnstationen Cal und Canto.
Gepäck
Die moisten Fluglinien erlauben mittlerweise das Einchecken von zwei Gepaäckstücken zu je 32 kg, zusätklich zu einem Stück Handgepäck, aber du solltest zur Sicherheit noch einmal im Vorhinein nachfragen! Das heißt, dass du ein Surfbrett oder ein Fahrrad als zweites Gepäckstück einchecken könntest, als zusätzliches Gepäck würde es USD 70,- bis USD 90,- kosten. Erkundige dich früh genug, ob die Fluglinie besondere Anforderungen bezüglich spezieller Gepäckstücke stellen, zum Beispiel Fahrräder müssen verpackt werden und du musst dich um die Ver- und Entladung kümmern.
Zollbestimmungen
Zollfrei kannst du die folgenden Güter ins Land einführen: eine unbestimmte Menge an Bargeld, 400 Zigaretten, 21/2 Liter Spirituosen, sowie alle persönlichen Gebrauchsgegenstände. Illegal ist das Einführen von Früchten, Gemüse und Milchprodukten, sowie illegale Drogen und Pornographische Artikel. Die Einfuhr von Pflanzen und Tieren erfordert eine bestimmte Genehmigung von der Gesundheitsbehörde, die man sich vor Antritt der Reise beim chilenischen Konsulat besorgen muss.
Arbeiten in Chile
Ausländischen Touristen ist es nicht gestattet in Chile gegen Bezahlung zu arbeiten – es sei denn ihre Arbeit wird komplett aus dem Ausland finanziert (z.B. Künstler, Austauschlehrer, usw.). Eine vorübergehende Arbeitserlaubnis wird nur in besonderen Fällen (von der Extranjería in Santiago oder in den einzelnen Regionen) erteilt, meistens ist dies auf interantionale Künstler beschränkt. Allerdings gibt es eine relativ grosse Grauzone auf dem chilenischen Arbeitsmarkt.
Ausreisevisas
Wenn du das Land auf einem der kleinen, unabhängigen Grenzübergänge nach Argentinien, zum Beispiel auf einer Tour durch die Zentralanden, verlassen möchtest, musst du dir zuerst ein Salvoconducto bei der Policía de Investigaciones besorgen, um dieses dann gemeinsam mit deiner Touristenkarte bei der Grenze vorzuweisen.
Autofahren
Siehe auch Autovermietung.
Santiago ist nichts für ein schwaches Herz bzw. unerfahrene Autofahrer. Solltest du dich dafür eintscheiden diese Strapaze auf dich zu nehmen, fahre defensiv um mit dem aggressiven Fahrstil der Chilenen zurecht zukommen, und erwarte keine Bummelei. Es ist wichtig jegliche Route im Vorhinein zu planen. Die Straßen Santiagos sind verwirrend, schlecht beschildert und voll von Schlaglöchern. Auf manchen Hauptverkehrsrouten ändert sich die Fahrtrichtung abhängig vom Verkehr zur Hauptverkehrszeit. An Tagen mit hoher Smogbelastung kann es durchaus der Fall sein, dass Pre-emergencia oder Emergencia Fahrzeuge, und auch Fahrzeuge mit Katalysator, jeweils abhängig von den Zahlen ihres Kennzeichens (wird in den Medien verlautbart), nicht fahren dürfen.
Im Ortsgebiet liegt die Geschwindigkeitsbegrenzung bei 60 km/h, auf der Autobahn bei 120 km/h – den Zustand der Straßen betrachtend, willst du auch sicher nicht schneller fahren. Es gibt viele Geschwindigkeitskontrollen, vor allem auf Autobahnen und Landstraßen, die Strafen sind streng und immer mit einem ermüdenden bürokratischen Aufwand verbunden.
Benzin (93,95 oder 97 Oktan) kostet ca. USD 1 pro Liter, und wird teurer je weiter weg du von der Hauptstadt bist. Auf den Hauptverkehrsrouten aus Santiago hinaus und einigen Teilen der Panamericana musst du Maut zahlen (ca. USD 3,00, das Doppelte an Wochenenden). Momentan wird die Panamericana in Richtung Norden und Süden ausgebaut, um sie in eine zwei- bis dreispurige Landstraße mit mehr Mautstellen zu verwandeln.
Bevor du ins Ungewisse fährst, wäre es von Vorteil, dich über den Zustand der Straßen zu informieren. Die meisten Nebenstraßen sind nicht asphaltiert, der Zustand von Schotterstraßen kann sich stark verschlechtern, besonders bei langanhaltenden Regenfällen. Weniger erfahrene Autofahrer sollten auf solchen Straßen besonders vorsichtig sein. Für längere Fahrten auf Schotter ist es eine gute Idee immer einen Ersatzreifen dabei zu haben.
Wenn du dein Auto parken willst, lass nichts sichtbar im Wagen liegen, vor allem nicht in Städten. Nicht autorisierten sowie halb-autorisierten Parkwächtern kann man nicht immer trauen. In der Nacht stell dein Auto nur auf bewachten Parkplätzen ab.
Wichtig: Trage immer die Autopapiere, deinen Reisepass, sowie Führerschein mit dir! Bei Fragen oder Problemen, wende dich an eine der vielen Polizeistationen (Carabineros).
Autovermietung
Um ein Auto zu mieten, musst du mindestens 21 sein und über einen internationalen Führerschein verfügen. Ein Blankoscheck und deine Kreditkartennummer musst du meist als Garantie hinterlassen. Zusätzlich zu den bekannten internationalen Autovermietungen gibt es, vor allem am Flughafen, zahlreiche lokale Autovermietungen.
Die Preise sind relativ hoch, in Santiago etwas günstiger als in den Provinzen. Wenn du dein Auto bei kleineren Agenturen mietest, versuche zu handeln, erwarte zumindest einen Rabatt für eine längere Miete. Ein Kleinwagen kostet zwischen USD 25,- und USD 40,-. Der Preis sollte unbeschränkte Kilometer (kilometraje libre), sowie Versicherung (seguro) mit Selbstbehalt und Umsatzsteuer beinhalten. Erkundige dich außerdem nach einem Pannendienst, Service und Haftung im Falle eines Unfalls. Mit einem Mietwagen über die Grenze zu fahren ist sehr teuer, erfordert viel Papierkram und eine zusätzliche Versicherung. Außerdem ist dies nicht bei allen Mietagenturen möglich.
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