Geld
Währung
Die offizielle Währung ist der Chilenische Peso (CLP), für den verwirrender Weise dasselbe Symbol wie für den USD ($) benutzt wird. Innerhalb der letzten Jahre ist die Inflationsrate um 3 % gesunken. Der Wechselkurs ist nach der argentinischen Krise 2001 extrem angestiegen. Im November 2001 lag er bei ca. 1 USD = 700 CLP, jetzt (2005) bei ca. 1 USD = 550 CLP.
Ausgaben
Nimm Travelers Checks und USD in bar mit, am besten in einem Geldgürtel und wechsle dein Geld nur in offiziell angesehenen Wechselstuben (nie auf der Straße) oder Banken (moistens schlechterer Kurs und sie sind nur von 9 bis 14 Uhr geöffnet). Santiago bietet die besten Wechselkurse, einige Wechselstuben findet man auf der Agustinas, zwischen Ahumada und Bandera (geöffnet Mo – Fr 9 – 17 Uhr und Sa morgens), außerdem in der Nähe der folgenden U-Bahnstationen: Manuel Montt, Pedro Valdivia, und Los Leones. Es lohnt sich nur in das AmEX Büro (Turismo Cocha) an der El Bosque Norte 0440, Las Condes, U-Bahnstation Tobalaba (geöffnet Mo. – Fr. 9 – 17 Uhr), wenn man große Wertmengen an Traveler Checks umzutauschen hat. Am Wochenende wechseln auch größere Hotels, doch meistens zu einem schlechteren Kurs.
Karten
Eine gute Alternative ist das Abheben von Pesos mit deiner EC oder Kreditkarte, das ist nur möglich an Geldautomaten mit den folgenden Zeichen: Cirrus, Plus oder Maestro. In den meisten größeren Städten gibt es Geldautomaten. An den meisten Automaten wirst du eine Gebühr zahlen müssen, informiere dich im Voraus bei deiner Bank. Fast alle Zahlungen kann man auch mit Kreditkarte tätigen, USD werden meist nur von größeren Hotels und Reisebüros akzeptiert.
Gepflogenheiten
Im Allgemeinen schätzen Chilenen höfliche und bestimmte Phrasen, wobei man als Tourist einen gewissen Gringo/a-Bonus genießt.
An die Art der Begrüßung muss man sich als Ausländer meist erst gewöhnen. Männer schütteln sich die Hände, während Männer und Frauen sowie Frauen untereinander küssen. Sie geben sich einen kleinen Kuss auf die Wange, auch unter Fremden, die sich zusätzlich die Hände schütteln können. Dasselbe gilt auch für die Verabschiedung. Zur Begrüßung sagt man Buenos días (bis Mittag), Buenas tardes (Mittag bis ungefähr 20 Uhr) und Buenas noches (ab ca. 20 Uhr), um sich zu verabschieden Hasta luego oder Adios. Wenn du ein Angebot ablehnst, dann mit den Worten No, gracias, da nur Gracias normalerweise ein Einverständnis (Sí, gracias) bedeutet. Bei Verabredungen hast du ca. 15 Minuten “Spielraum”. Überlandbusse und Flugzeuge sind pünktlich. Kleine Dinge, wie lange Haare und Ohrringe bei Männern, kurze Röcke, unrasierte Beine und Achselhöhlen bei Frauen, sowie zuwenig Deodorant sind abstoßend für die gepflegten Chilenen. Bei der Arbeit wird auf formelle Kleidung wert gelegt, und in den meisten Unternehmen ist das Tragen von Krawatten Pflicht. Aber der Wechsel von Sie zu du unter Kollegen ist recht einfach, außer bei sehr formellen Anlässen. Besonders junge Leute (bis 35 Jahre) wollen nicht mit Sie angesprochen werden. Wenn du dir nicht sicher bist, ist es immer besser bei der formellen Form zu bleiben, vor allem im Umgang mit älteren Menschen.
Chilenen sind sehr gastfreundlich gegenüber den meisten Touristen. Wenn möglich, solltest du niemals eine Einladung ablehnen.
Gesundheit
Krankheiten
Für den Aufenthalt in Chile müssen keine besonderen gesundheitlichen Vorkehrungen getroffen werden. Es sind keine speziellen Impfungen notwendig, es gibt weder Malaria noch Cholera. Nichtsdestotrotz ist es empfehlenswert Standardimpfungen, wie Typhus, Polio, Hepatitis und Tetanus, aufzufrischen. Sei vorsichtig mit Leitungswasser, rohem Gemüse, Fisch und Meeresfrüchten, rohen Eiern und Essen, das auf der Straße verkauft wird. Wasche und/oder schäle alle Früchte und Gemüse sorgfältig!
Gefahren im Freien
Abgesehen von den Risiken, die einige sehr riskante Sportarten mitbringen, lauern noch zwei andere Gefahren bei Aktivitäten im Freien: der Hantavirus und Insektenstiche. In Chile existieren zwei giftige Spinnen, und nördlich von Talca gibt es den sogenannten Vinchuca Käfer, Überträger der Chagas Krankheit. Es gibt keine gefährlichen Raubtieren oder Schlangen. Du solltest auch Höhenkrankheit und ihre Symptome nicht unterschätzen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung in Privatspitälern in Santiago und anderen großen Städten ist durchaus mit internationalen Standards zu vergleichen. Vor deiner Abreise nach Chile, erkundige dich bei deiner Krankenversicherung über die Haftung auf Reisen, oder schließe eine zusätzliche Versicherung ab. Es sind alle Medikamente erhältlich, die meisten Ärzte sprechen Englisch. In ländlichen Gegenden kann es schwieriger sein angemessene ärztliche Versorgung zu erhalten.
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