Información Turística

Von extravagant bis einfache Hostels, findest du in allen größeren Städten und Urlaubsorten eine ganze Reihe von Unterkünften. In den letzten Jahren wurden neue Hotels und Bungalowanlagen in abgeschiedenen Gegenden und Nationalparks errichtet. Die letzteren – so genannte Cabañas – sind voll ausgestattete kleine Häuser mit Küchenzeile, für Familien eine günstigere Alternative zu den Hotels.
Das Preisleistungsverhältnis kann sich von Hotel zu Hotel sehr unterscheiden (hotel, hostería). Es gibt kein allgemeines Klassifizierungssystem, Sterne sagen im Grunde nichts über die Qualität des Hotels aus. Bei der Auswahl eines Hotels ist es immer empfehlenswert die Größe und die Lage des Zimmers, privates Badezimmer (baño privado,), die Ausstattung (TV, Telefon) sowie den Service im Vorfeld zu evaluieren. Normalerweise ist das Frühstück im Preis inbegriffen, wobei nur desayuno americano oder Buffet ein nennenswertes Frühstück darstellen. In der Hochsaison (Dezember bis Februar) sind die Preise für Mittelklasse- und Tophotels mit denen in Europa vergleichbar. Einzelzimmer sind meist nicht wesentlich günstiger als Doppelzimmer.
Die Hostels (residencial, Hostal, hostería, casa de familia) variieren zwischen tollen Country Inns bis hin zu einfachsten Unterkuenften. Normalerweise sind Hostels einfache, familiengefuehrte Beherbergungen. Waehrend einige Hostels jedoch nicht mehr sind als kleine und guenstige Schlafgelegenheiten, gibt es auch bessere Hostels, mit ganz persoenlichem Flair, die ihren Gaesten Einblicke bieten in das regionale Leben, sowie die Moeglichkeit sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Einige Hostels (vor allem in abgeschiedeneren Gegenden) bieten auch Mahlzeiten an. Andere wiederum verfuegen ueber Kuecheneinrichtungen, die fuer die Gaeste zugaenglich sind.

Eine Auswahl der besten Hostels in Chile findest du unter www.backpackerschile.com
Diejenigen, die mit dem Auto unterwegs sind, finden viele Motels entlang der Panamericana, wo Gäste normalerweise in kleinen Bungalows Unterkunft finden. Motels in Chile sind nicht das was man erwartet, eher dienen sie für romantische Zusammenkünfte. Sie sind von der Gesellschaft akzeptiert und manchmal recht fantasievoll eingerichtet. Motels sind aber oft auch herkömmliche Hotels außerhalb großer Städte.
Zimmerreservierungen sind nur während der Hochsaison und in Touristenorten notwendig. Ab der mittleren Hotelkategorie ist es möglich mit Kreditkarte zu bezahlen. Internationale Touristen, die in USD (bar oder Traveler's Checks) die Unterkunft bezahlen, sind von den 19% Umsatzsteuer befreit. Dieser Rabatt wird aber nicht immer automatisch angeboten.
Für längere Aufenthalte in Santiago vermittelt die Agentur Contact Chile und Chile Inside Unterkünfte bei Gastfamilien oder in Studentenwohngemeinschaften.
Die Stromspannung beträgt 220 V/50Hz. Um auslaendische Geräte anzuschliessen braucht man einen Adapter (adaptador), den man in allen Supermärkten bzw. Elektonikfachgeschäften kaufen kann.
LAuf heimischen Handwerksmärkten (Ferias de Artesanía) werden regionale Produkte aus Wolle, Leder, Ton, Holz, Binsen, Silver und Kupfer angeboten. Produkte, die aus Lapislázuli, einem blauen Halbedelstein, der nur in Afghanistan und Chile vorkommt, gemacht werden, sind eine chilenische Spezialität. Dieser Stein wird u.a. mit Silber kunstvoll verarbeitet. (Workshops/Geschäfte in Santiagos Bezirk Bellavista, wird auf den meisten Kunstmärkten verkauft).

Märkte in Santiago
  • Santa Lucía: An der Ecke von Alameda und Carmen, mitten im Zentrum. (Metrostation Santa Lucia) Gegenüber vom Berg Santa Lucía, etwas versteckt, befindet sich der besuchenswerte Kunstmarkt.
  • Bellavista: An der Ecke Pío Nono und Santa María/Bellavista, gewöhnliche Waren, gute Preise. Die Straßen Pío Nono und Antonia López de Bello sind voll von kleinen Ständen Freitag- und Samstagabend, sowie sonntags den ganzen Tag.
  • Los Domínicos: Av. Nueva Apoquindo 9085, Las Condes, ehemaliges dominikanisches Kloster, ist gut für einen Sonntagsausflug. Geschmackvolle Produkte, höhere Preise, gute Qualität. Montags geschlossen.
Dörfer des Kunsthandwerks
  • Pomaire: Ein lebhaftes Töpferdorf auf halben Weg von der Hauptstadt bis an die Küste auf der Autopista del Sol. (ca. 80 km von Santiago). Dunkles Steingeschirr in rauen Mengen: rustikale Schüsseln, runde Krüge, fröhliche Figuren, alles zu einem angemessenen Preis. Eine andere Spezialität von Pomaire sind die Riesenempanadas, jede ein Gewicht von über ein Kilo. Busse fahren vom Busbahnhof San Borja.
  • Doñihue: Dieses Dorf, ca. 20 km westlich von Rancagua ist die geheime Hauptstadt der Huasos. Dort werden ihre fantasievollen Umhänge (chamantos, mantas), cummerbunds und Gürtel gewoben und zu hohen Preisen verkauft. Busse fahren von Rancagua.
  • Chimbarongo: Praktisch direkt an der Panamericana verkaufen die berühmten Korbmöbel Flechter ihre zahlreichen und billigen Waren: Behälter jeglicher Art, Puppen und Dekorationsstücke, sowie Wohnzimmereinrichtung. 18 km südlich von San Fernando.
  • Rari: Zwischen den Thermalquellen von Quinamávida und Panimávida, östlich von Linares hat die bescheidene Stadt Rari eine seltene Tradition entwickelt: Kunstwerke aus getrocknetem Pferdehaar, vor allem kleine Hexenpuppen.
  • Chillán: Während Chillán kein Dorf, sondern eher schon als eine mittelgroße Stadt gilt und somit kein Muss ist, gibt es dort wohl den schönsten Markt Chiles: Früchte, Gemüse, Handwerk und Huasos Hüte – sehr viel Auswahl.
  • Quinchimalí: Töpferdorf 35 km westlich von Chillán, viel weniger Hektik als in Pomaire, trotzdem genauso viele schöne Produkte aus braunem und schwarzem Kupfer. Busse fahren von Chillán.
Um ein Auto zu mieten, musst du mindestens 21 Jahre alt sein und über einen internationalen Führerschein verfügen. Ein Blankoscheck und deine Kreditkartennummer musst du meist als Garantie hinterlassen. Zusätzlich zu den bekannten internationalen Autovermietungen gibt es, vor allem am Flughafen, zahlreiche lokale Autovermietungen.

Die Preise sind relativ hoch, in Santiago etwas günstiger als in den Provinzen. Wenn du dein Auto bei kleineren Agenturen mietest, versuche zu handeln, erwarte zumindest einen Rabatt für eine längere Miete. Der Preis sollte unbeschränkte Kilometer (kilometraje libre), sowie Versicherung (seguro) mit Selbstbehalt und Umsatzsteuer beinhalten. Erkundige dich außerdem nach einem Pannendienst, Service und Haftung im Falle eines Unfalls. Mit einem Mietwagen über die Grenze zu fahren ist sehr teuer, erfordert viel Papierkram und eine zusätzliche Versicherung. Außerdem ist dies nicht bei allen Mietagenturen möglich.
Stadt
Wenn du mit den "Micros" (Stadtbusse) fahren willst, solltest du in etwa wissen, wo du hin möchtest. Die wichtigsten Haltestellen sind in den Fenstern der Busse angeschrieben. Ein Ticket erhältst du beim Busfahrer, wobei du immer die genaue Summe in Muenzen dabei haben solltest.
In Santiago brauchst du eine prepaid Bip-Karte, um die lokalen Busse zu nutzen


überregional
überlandbusse verkehren zwischen alle größeren und mittelgroßen Städten und bieten drei Preiskategorien an (Salón Cama – Ejecutivo/Semi Cama – Clasico). Für längere Busfahrten empfiehlt sich der etwas teurere Schlafbus, da es hier mehr Platz für die Beine, einen Liegesessel und besseren Service gibt. An verlängerten Wochenenden und zu Beginn und am Ende der Ferienzeit, steigen die Preise, daher solltest du dein Ticket so früh wie möglich kaufen! Auf den Hauptstrecken herrscht hohe Konkurrenz, ein Preis- und Angebotsvergleich direkt am Busbahnhof bzw. per Telefon oder im Internet lohnt sich auf jeden Fall.


Regional
Innerhalb der Regionen oder in abgelegeneren Gebiete fahren oft kleinere Busunternehmen, meist mit weniger gemütlichen Fahrzeugen. Für kurze Strecken zwischen Nachbarorten gibt es oft günstige Gruppentaxis (meist gelb, siehe Colectivos).

Busbahnhöfe in Santiago
  • Busbahnhof Alameda: direkt neben der U-Bahnstation Universidad de Santiago, die Unternehmen "Tur-Bus" (www.turbus.cl) und "Pullman" (www.pullmanbus.cl) fahren von hier aus in alle Himmelsrichtungen, nach Viña/Valparaiso fährt bspw. alle 15 Minuten ein Bus.
  • Busbahnhof Santiago (früher Bahnhof Süd): an der Kreuzung Alameda mit Nicasio Retamales, genau gegenueber vom Busbahnhof Alameda, von hier aus fahren alle Busse an die Küste und den Süden.
  • Busbahnhof Los Héroes: an der Kreuzung Tucapel Jiménez mit Alameda, in der Nähe der U-Bahnstation Los Héroes, verschiedene Unternehmen fahren in den Norden.
  • Busbahnhof San Borja (Nordbahnhof): an der Kreuzung San Borja mit Alameda, neben der Estación Central, Busse in den Norden und die Umgebung von Santiago.
In einigen Nationalparks ist Zelten die einzige Uebernachtungsmöglichkeit. Die meisten Campingplätze verfügen über eine bescheidene Ausstattung, Duschen und heißes Wasser sind eine Ausnahme. In den Touristenzentren bieten private Campingplätze oft mehr Komfort, doch oft nur zu einem beträchtlichen Preis. Wildes Campen ist in einigen Nationalparks legal, und in abgelegenen Regionen meist auch kein Problem, wobei man trotzdem versuchen sollte den Landbesitzer um Erlaubnis zu bitten. Wichtig: Hinterlasse keine Spuren und nimm deinen Müll mit.
Diese günstigen Gruppentaxis haben ihre festen Strecken, die auf den Autodächern angeschrieben sind. Normalerweise warten sie an den U-Bahnstationen in Santiago oder an anderen zentralen Stellen und fahren los sobald sie eine bestimmte Anzahl an Passagieren haben. In anderen Städten verkehren sie wie Busse. Ein colectivo kann auch irgendwo entlang seiner Route angehalten werden. In der Nacht bringen sie dich auch zu bestimmten Adressen, vorausgesetzt diese befinden sich in der Nähe ihrer festgelegten Strecke.
Mit dem Flugzeug
Ungefähr ein Dutzend europäischer und nordamerikanischer Fluglinien fliegen Santiago an, einige sogar täglich.

Auf dem Landweg
Für Reisen von Peru, Bolivien oder Argentinien gibt es verschiedene Grenzübergange. Zwischen Mai und September erkundige dich jedoch im Vorfeld über den Straßenzustand der Pässe über die Anden in Zentral- und Südchile. Vor allem zwischen Mendoza (Argentinien) und Los Andes (Chile) kann es immer wieder zu starkenWintereinbrüchen kommen.

Touristenkarte
Staatsbürger aus Australien, Neu Seeland, Großbritannien, Kanada, den USA, Südafrika, sowie aus den meisten EU Ländern brauchen kein Visum, sondern nur ihren Reisepass. Bei der Einreise erhält man eine "Tarjeta de Turismo" (Touristenkarte), die 90 Tage gültig ist und bei der Ausreise vorgezeigt werden muss. Bewahre dieses Stück Papier an einem sicheren Ort auf! Solltest du es verlieren, besorge dir so früh wie möglich vor deiner Ausreise eine Ersatzkarte (Policía Internacional in Santiago, General Borgoño 1052 oder bei einer anderen Polizeistation in einer anderen Stadt). Diejenigen, die versuchen das Land ohne diese Karte zu verlassen müssen mit erheblichen Wartezeiten an der Grenze rechnen.
Bürger aus den meisten afrikanischen Ländern, Asien, sowie der ehemaligen Sowjetunion brauchen ein Touristenvisum, das sie beim chilenischen Konsulat beantragen können.
Verlängerung
Die Touristenkarte kann durch die Aus- und wieder Einreise (ist an einem Tag möglich) verlaengert werden. Viele Ausländer benutzen diese Gesetzeslücke um ihren Aufenthalt in Chile zu verlängern. Wird dies jedoch zu oft wiederholt koennen Grenzbeamte anfangen unangenehme Fragen zu stellen und die Touristenkarte nur für weitere 30 Tage ausstellen.
Eine offizielle Verlängerung (ohne das Land zu verlassen) ist nur einmalig für weitere 90 Tage möglich, und muss ein Monat vor Ablauf der Karte
bei der Auslaenderbehoerde (Extranjería) in Santiago oder einer anderen Regionshauptstadt beantragt werden. Adresse in Santiago: San Antonio 580, 3 Etage, in der Nähe der U-Bahnstation Plaza de Armas.

Gepäck
Die meisten Fluggesellschaften erlauben das Einchecken von nur 1 Gepäckstück von 20-23kg und einem zusätzlichen Handgepäck – auf Fluegen nach Nordamerika oder Brazilien ist es manchmal moeglich auch 2 Gepaeckstuecke einzuchecken, man sollte zur Sicherheit noch einmal im Vorfeld bei der jeweiligen Fluglinie nachfragen!
Einige Fluggesellschaften haben spezielle Vorschriften beim Einchecken von Sportausruestungen wie z.B. Surfbretter oder Fahrraeder. Erkundige dich diesbezueglich früh genug, ob zum Beispiel Fahrräder verpackt werden muessen und ob du dich um die Ver- und Entladung kümmern musst.

Zollbestimmungen
Zollfrei kannst du die folgenden Güter nach Chile einführen: eine unbestimmte Menge an Bargeld, 400 Zigaretten, 21/2 Liter alkoholischer Getraenke, sowie alle persönlichen Gebrauchsgegenstände. Das Einführen von Früchten, Gemüse und Milchprodukten, sowie illegale Drogen und Pornographische Artikel ist stengstens verboten. Die Einfuhr von Pflanzen und Tieren erfordert eine bestimmte Genehmigung von der Gesundheitsbehörde, die man sich vor Antritt der Reise beim chilenischen Konsulat besorgen muss.
In Zentralchile solltest du im chilenischen Sommer (November bis März) mit warmen bis heißen, trockenen Tagen und kalten Nächten rechnen. Schütze dich angemessen gegen die starke Sonneneinstrahlung mit einem Hut oder einer Kappe, Sonnenbrille und Creme. Für diejenigen, die von hier in den Süden weiterreisen, sind ein warmer Pullover, ein guter Regenschutz und wasserdichte Schuhe essentiell. Bei formellen Anlässen (wie Konzerte, Einladungen zum Mittag- bzw. Abendessen) bevorzugen die Chilenen konventionelle Kleidung. Wenn du in der Stadt nicht auffallen willst, trag keine Sandalen und kurze Hosen. Dasselbe gilt auch für zu freizügige Kleidung bei Frauen, um ungewünschte Anmachen von chilenischen Machos zu vermeiden.
Die Geschäfte öffnen zwischen 9 und 11 Uhr und schliessen zwischen 19 und 21 Uhr; kleinere Laeden schliessen waehrend der "siesta" zwischen 14 und 16 Uhr. Kaufhäuser und Supermärkte sind abends teilweise sogar bis 23 Uhr und zudem an den Wochenenden geöffnet.

In den letzten Jahren sind zahllose Einkaufszentren ueberall im Land aus dem Boden geschossen. Allerdings lohnt es sich schon der Atmosphaere wegen die kleinen Obst-, Gemüse- und Fischmärkte (z.B. Mercado Central in Santiago, Mercado de Chillán) zu besuchen. In kleineren Geschäften, an Marktständen und auf den Strassen darf gefeilscht werden.
Einige Fluggesellschaften fordern eine Rueckbestaetigung fuer Inlandsfluege, sowie fuer Internationale Flüge oder einen Check-In 24 h vor Abflug. Dies kann man meist ueber die jeweilige Homepage der entsprechenden Fluggesellschaft erledigen.
Die chilenische Post funktioniert gut, wenn auch manchmal etwas langsam. Das Hauptpostamt an der Plaza de Armas in Santiago ist von Montag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr und am Samstag bis 12 Uhr geöffnet. In den Vororten gibt es noch weitere Postämter. Internationale Post wird normalerweise automatisch per Luftpost (vía aérea) verschickt, und braucht 4 bis 8 Tage nach Zentraleuropa. Bei Zahlung eine Extragebühr sind auch Expressendungen moeglich (expreso). Wichtige Briefe und Pakete sollte man als Einschreiben (certificado) verschicken. Wenn du Post in Chile erhalten willst, bitte den Absender "Lista de Correos" (poste restante) auf dem Umschlag zu vermerken, das bedeuted, dass das Postamt diese Post für 30 Tage aufbewahrt. Schöne Postkarten findest du im Museo de Bellas Artes und im Museo Precolombino.
Im Gegensatz zu anderen Lateinamerikanischen Ländern, herrscht in Chile keine Knappheit an Gütern, aber es ist relativ teuer. Luxusgüter findet man in allen größeren Städten, doch da sie meist importiert sind, sind sie teurer als in Europa oder Nordamerika. Nahrungsmittel werden in riesigen Mengen angeboten, sind von guter Qualitaet und günstig, vor allem Obst und Gemüse.
Touristische Serviceleistungen sind in Santiago und manchen Touristenzentren teurer als im restlichen Land. Oeffentliche Transportmittel, Busreisen und einfache Restaurants sind relativ günstig.
Währung
Die offizielle Währung ist der Chilenische Peso (CLP), für den verwirrender Weise dasselbe Symbol wie für den USD ($) benutzt wird. Die Inflationsrate ist generell sehr niedrig.
Ausgaben
Der Wechselkurs zum USDollar ist meist besser der zum Euro. Wechsel dein Geld in offiziell angesehenen Wechselstuben (nie auf der Straße) oder in Banken (haben allerdings meistens schlechtere Kurse und sind nur von 9 bis 14 Uhr geöffnet). Santiago bietet die besten Wechselkurse, einige Wechselstuben findet man auf der Agustinas, zwischen Ahumada und Bandera (geöffnet Mo - Fr 9 - 17 Uhr und Sa morgens), außerdem in der Nähe der folgenden U-Bahnstationen: Manuel Montt, Pedro Valdivia, und Los Leones. Traveller cheques werden in immer weniger Hotels angenommen und der Wechselkurs ist ebenfalls sehr schlecht.

Karten
Eine gute Alternative ist das Abheben von Pesos mit deiner EC oder Kreditkarte, und an allen Geldautomaten in den meisten größeren Städten moeglich. An den meisten Automaten wirst du eine Gebühr zahlen müssen, informiere dich im Voraus bei deiner Bank. Fast alle Zahlungen sind mittlerweile auch mit der Kreditkarte moeglich. USD werden meist nur von Hotels und Reisebüros akzeptiert.
Neujahr (1.Jan.), Karfreitag, Ostersamstag und –sonntag (variierend), Tag der Arbeit (1.Mai), Seeschlacht von Iquique (21. Mai), Fronleichnam (23. Mai) , Hlg. Peter und Hlg. Paul (27. Juni), Mariä Himmelfahrt (15. Aug.), Unabhängigkeitstag (18. Sept.), Tag der Streitkräfte (19. Sept.), Entdeckung Amerikas (12. Okt.), Allerheiligen (1. Nov.), Mariä Empfängnis (8.Dez.), Weihnachten (25. Dez.) Einige Feiertage werden auf den Montag darauf verschoben, um ein langes Wochenende zu schaffen.
Als Reiseführer für Chile empfehlen wir das Chile Handbook oder das South American Handbook vom Footprint Verlag, welche jedes Jahr aktualisiert werden. Auch der australische Herausgeber Lonely Planet hat in den letzten Jahren einige gute Reiseführer über Chile herausgegeben, wie z.B. erst vor kurzem einen praktischen Reiseführer über Santiago.
Der chilenische Reiseführer Chiletur Copec, der jährlich aktualisiert wird, bietet eine Menge detaillierte Informationen (in Spanisch) und sehr gute Landkarten. Dieser ist erhaeltlich in Form von drei Bände, sowie als Straßen- und Campingkarte, in jeder groesseren Copec Tankstelle.
Einfache Stadtpläne erhält man bei Touristeninformationszentren und Reisebüros. Detailliertere Karten kann man an Kiosken und in Buchläden kaufen. Den aktuellsten und detailliertesten Stadtplan von Santiago findest du in den Gelben Seiten.
Tageszeitungen
Die größte Tageszeitung mit einem erweiterten Kulturteil ist der konservative El Mercurio, eine der ältesten Tageszeitungen Südamerikas. Das El Mercurio Unternehmen besitzt einige andere Zeitungen in Santiago und den Provinzen. Andere Tageszeitungen sind La Nación (die staatliche Tageszeitung), La Tercera, die populäre La Cuarta, die Abendzeitung La Segunda und die Gratisblätter MTG und La Hora. Aktuelle und unabhängige Nachrichten können in der Online-Zeitung El Mostrador (www.elmostrador.cl) nachgelesen werden.
Ausserdem gibt es Nachrichten auf Englisch in den Online-Tageszeitung www.newsreview.cl und www.santiagotimes.cl

Magazine
Der Markt wird von Boulevardzeitschriften, wie Cosas und Caras dominiert, politische Analysen findet man im Magazin Qué Pasa (liberal) und Ercilla (konservativ). Satiren, aber auch ergreifende Reportagen liefert das alle zwei Wochen erscheinende Magazin The Clinic.

Internationale Presse
Internationale Zeitungen und Magazine sind – um einiges teurer – und mit einer Verspätung von ca. zwei Tagen an einigen Kiosks, vorwiegend im Zentrum Santiagos (Paseo Ahumado) erhältlich.

Fernsehen
Das chilenische Fernsehprogramm wird von Fußball, Serien und Unterhaltungsprogrammen dominiert. Nachrichten gibt es um 21 Uhr auf fast allen Kanälen. Kabelfernsehen gehört zur Grundausstattung besserer Hotels, es können mehr als 80 Kanäle aus der ganzen Welt empfangen werden.

Radio
Die meisten FM Stationen spielen vor allem Musik und Unterhaltung, besonders beliebt bei Jugendlichen ist Rock&Pop (94,1) und Radio Zero (97,7). Nachrichten gibt es auf der Frequenz 93,3 (Cooperativa) und 100, 9 (Chilena).
Santiagos schnelle, saubere und sichere U-Bahn ist genauso gut, wie jede andere auf der Welt. Bisher gibt es allerdings nur 5 Linien. Die Hauptlinie (1) verwendet moderne französische Züge entlang der Ost-West Achse Alameda – Providencia – Apoquindo, vom Zentrum bis zu den Geschäftsvierteln von Providencia und Las Condes. An den Stationen San Pablo, Los Héroes, Baquedano und Tobalaba kannst du in eine der anderen Linien umsteigen um in die restlichen Teile der Stadt zu gelangen. Die Preise sind abhängig von der Tageszeit.

Einzelfahrscheine koennen bar gekauft werden oder aber auch per Aufladen der sogenannten BIP-Karte, mit der man dann gratis innerhalb eines bestimmten Zeitraums ausserdem verschiedene Buslinien benutzen kann.
In Chile gibt es zwei unterschiedliche Polizeieinheiten, zum einen die uniformierte Polizei (Carabineros) und zum anderen die zivile Polizei (Policía de Investigaciones). Die Carabineros sind für die Sicherheit auf den Straßen zuständig und genießen grosses Vertrauen bei der Zivilbevölkerung. Es ist wichtig immer deine Papiere dabei zu haben für den Fall, dass du in eine Polizeikontrolle kommst und dich ausweisen muss (das ist legal in Chile). Versuche nie einen Polizisten zu bestechen!
Im Restaurant ist ein Trinkgeld von etwa 10 % gebräuchlich. Man sollte immer nachschauen, ob das Trinkgeld bereits in der Rechnung inbegriffen ist.
Es ist üblich sich zuerst das Wechselgeld wiedergeben zu lassen und dann ein Trinkgeld liegen zu lassen. Mitarbeiter an Tankstellen und Parkplätzen erwarten auch ein Trinkgeld von etwa 100 bis 200 Pesos, Taxifahrer allerdings nicht.
Krankheiten
Für den Aufenthalt in Chile müssen keine besonderen gesundheitlichen Vorkehrungen getroffen werden. Es sind keine speziellen Impfungen notwendig, es gibt weder Malaria noch Cholera. Nichts desto trotz ist es empfehlenswert Standardimpfungen, wie Typhus, Polio, Hepatitis und Tetanus, aufzufrischen. Sei vorsichtig mit rohem Fisch und Meeresfrüchten, rohen Eiern und Essen, das auf der Straße verkauft wird. Wasche und/oder schäle alle Früchte und Gemüse sorgfältig!

Gefahren im Freien
Abgesehen von den Risiken, die einige sehr riskante Sportarten mit sich bringen, lauern noch zwei andere Gefahren bei Aktivitäten im Freien: der Hantavirus und Insektenstiche. In Chile existieren zwei giftige Spinnen, und nördlich von Talca gibt es den sogenannten Vinchuca Käfer, überträger der Chagas Krankheit. Es gibt keine gefährlichen Raubtieren oder Schlangen. Du solltest allerdings auch die Höhenkrankheit und ihre Symptome nicht unterschätzen.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung in Privatkrankenhaeusern in Santiago und anderen großen Städten ist durchaus mit internationalen Standards zu vergleichen. Vor deiner Abreise nach Chile, erkundige dich bei deiner Krankenversicherung über die Haftung auf Reisen, oder schließe eine zusätzliche Versicherung ab. Es sind alle Medikamente erhältlich, die meisten Aerzte sprechen Englisch. In ländlichen Gegenden ist es schwieriger eine angemessene aerztliche Versorgung zu erhalten.
Verglichen mit den meisten Ländern Lateinamerikas ist Chile eines der sichersten Reiselaender. Ausnahmen sind, wie in jedem anderen Land auch, die Elendsviertel und die Stadtzentren. Taschendiebe gibt es überall, meist sieht man ihnen die böse Absicht nicht an und am liebsten "arbeiten" sie in Bussen, in der Metro aber auch in belebten Strassen. Da man als Ausländer sowieso schon auffällt, beachte am besten einige Tips:
  • Stelle deine Wertsachen, Kamera, Schmuck, usw. nicht offen zur Schau.
  • Lasse wertvolle Sachen, wie z.B. grössere Geldbeträge, Travellercheques, Kreditkarten, Reisepass, usw. lieber im Hotelsafe oder trage sie in einem Geldgürtel oder einem Geldbeutel an der Brust.
  • Behalte dein Gepäck immer im Auge und trage deinen Geldbeutel und Tagesrucksack immer vor deinem Körper.
  • Lass dich nicht ablenken (ein beliebter Trick) wenn du z.B. in die Metro oder den Bus ein- bzw. aussteigst.
  • Lass deine Tasche im Café oder Restaurant niemals unbeaufsichtigt und hänge sie nie über die Stuhllehne.
  • Mache Kopien von deinem Reisepass und bewahre sie getrennt auf.

Bewaffnete Raubüberfälle sind eher selten. Wenn du aber doch Opfer eines überfalls werden solltest, spiele nicht den Helden, sondern geb ihnen lieber das Geld. In einigen Gegenden ist es besser nicht alleine spazieren zu gehen, wie z.B. Cerro San Cristobal in Santiago oder aber auch auf einigen Hügeln in Valparaíso, vermeide nachts unbedingt Cerro Santa Lucía in Santiago.
Meistens ist es kein Problem dein Gepäck im Hotel zu lassen, auch wenn sie keinen Safe haben.
Solltest du dennoch ausgeraubt werden, geh zur nächsten Polizeistation, geb eine Anzeige auf (dejar constancia) und notiere dir die Nummer der Schadensmeldung (für deine Versicherung).

Alleine reisen
Chile ist ein sicheres Land auch für Alleinreisende, solange man seinen gesunden Menschenverstand gebraucht und einige Sicherheitsregeln beachtet. Frauen sollten resolut genug sein, um ungewünschte Aufmerksamkeiten abzuwimmeln. Chilenische Machos sind meist nur stark wenn sie in der Gruppe auftreten und ihre Annäherungsversuche sind meist nur verbal. Eigentlich sind sie eher nervig und harmlos. Fahre nie alleine per Anhalter mit!
Vor der Abreise nach Chile ist es ratsam sowohl eine entsprechende Diebstahl- und internationale Krankenversicherung, als auch eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Private Krankenhäuser akzeptieren Kreditkarten als Garantie.
Taxis sind sicher und relativ günstig. Die schwarzen Autos mit den gelben Dächern kann man einfach und ueberall anhalten. Die Tarife sind an der Windschutzscheibe angeschrieben; das Taxometer muss sichtbar angebracht sein. Falls die Taxifahrt länger ist, kannst Du auch vorher einen Festpreis verhandeln. Es ist nicht ueblich in Chile dem Taxifahrer ein Trinkgeld zu geben. Es ist besser bei der Fahrt mit aufzupassen, da einige Taxifahrer keinen gut ausgeprägten Orientierungssinn haben. Je mehr du selbst weisst wie du zu deinem Ziel kommst, umso besser!
Du kannst auch per Telefon ein Funktaxi bestellen, dieses holt dich dann ab (Gelbe Seiten unter "Taxis"). Siehe auch: Colectivos, Flughafentransfer.
Oeffentliche Telefonzellen
CAufgrund des zunehmenden Gebrauchs des Handies, werden oeffentliche Telefonzellen immer seltener. Dennoch findet man sie nach wie vor in den Stadtzentren, an Bus- und Bahnstationen oder auch am Flughafen. Vor die 8-stellige Handynummer muss 9 vorweg gewaehlt werden.

Telefonzentrum
Telefonzentren findet man ueberall im ganzen Land und sind mit unter die beste und vor allem eine guenstige Alternative fuer Ferngespraeche und internationale Telefonate. Normalerweise haben die Telefonzentren kleine Kabinen, in denen man ungestört so lange wie man moechte telefonieren kann und zahlt am Ende das Gespraech.

Mobiltelefon
Mobiltelefone sind mittlerweile alltaeglich in Chile. Ausländer ohne Aufenthaltsgenehmigung, (d.h. Touristen) können nur prepaid Handys kaufen, diese sind zwar etwas teuerer, aber auch fuer internationale Gespräche verfuegbar, dies allerdings zu horrenden Preisen. Unter den drei grössten Anbietern im Bereich prepaid - Movistar, Entel und Claro- existieren kaum Unterschiede. Mit etwas Suche kann man oft extra Minuten gegen einen kleinen Aufpreis kaufen.
Wenn du dein Mobiltelefon mit nach Chile bringst, achte darauf das es ein Triband ist, da es sonst nicht funktioniert. Ausserdem sollte dein heimischer Anbieter roaming for Chile anbieten.
Mobilnummern sind 8-stellige Nummern und wenn du vom Festnetz aus auf eine Mobilfunknummer anrufst musst du 9 vorweg waehlen. Wenn du vom Ausland aus auf ein chilenisches Handy anrufst, wähle 00569+Nummer.

Wichtige Telefonnummer
  • Notruf: 131
  • Feuerwehr: 132
  • Polizei: 133
  • Auskunft: 103
  • Chile's Ländervorwahl: +56
Ausländischen Touristen ist es nicht gestattet in Chile gegen Bezahlung zu arbeiten – es sei denn ihre Arbeit wird komplett aus dem Ausland finanziert (z.B. Künstler, Austauschlehrer, usw.). Eine vorübergehende Arbeitserlaubnis wird nur in besonderen Fällen (von der Extranjería in Santiago oder in den einzelnen Regionen) erteilt, meistens ist dies auf interantionale Künstler beschränkt. Allerdings gibt es eine relativ grosse Grauzone auf dem chilenischen Arbeitsmarkt.
Hat man allerdings einen Langzeitarbeitsvertrag ist es sehr einfach eine Arbeitserlaubnis zu bekommen.
Santiago
Sichere und bequeme Minibusse nehmen mehrere Personen mit und bringen sie zur gewünschten Adresse. Um von deinem Hotel zum Flughafen zu kommen, kannst du unter der Telefonnummer 677 30 00 oder im Internet unter www.transvip.cl einen Minibus bestellen.
Für zwei Personen ist ein Taxi eventuell günstiger (handle den Preis im Vorfeld aus).
Flughafenbusse verkehren zwischen dem Flughafen und der Metrostation Los Héroes. www.centropuerto.cl
Personenzüge, die durch die starke Konkurrenz der Busse vom Markt verdrängt worden sind, sind nun endlich modernisiert und bieten wieder excellenten Service. Züge verkehren von Santiago nach Chillan (ca. 410 km) (www.terrasur.cl ) Verglichen mit dem Bus ist der Zug schneller und sicherer.
Ausserdem gibt es Vorstadt-Zugverbindung zwischen Valparaiso und Limache, Santiago und San Fernando, Talca und Constitución, sowie in der Gegend um Concepción. (Siehe Busse)
An die Art der Begrüßung muss man sich als Ausländer meist erst gewöhnen. Männer schütteln sich die Hände, während sich Männer und Frauen sowie Frauen untereinander küssen. Sie geben sich einen kleinen Kuss auf die rechte Wange, auch wenn man sich vorher noch nie gesehen hat. Dasselbe gilt auch für die Verabschiedung.
Zur Begrüßung sagt man Buenos días (bis Mittag), Buenas tardes (Mittag bis ungefähr 20 Uhr) und Buenas noches (ab ca. 20 Uhr), um sich zu verabschieden Hasta luego oder Adios.
Wenn du ein Angebot ablehnst, dann mit den Worten No, gracias, da nur Gracias normalerweise ein Einverständnis (Sí, gracias) bedeutet.
Bei Verabredungen hast du ca. 15 Minuten "Spielraum". überlandbusse und Flugzeuge sind meist pünktlich.
Kleine Dinge, wie lange Haare und Ohrringe bei Männern, kurze Röcke, unrasierte Beine und Achselhöhlen bei Frauen, sowie zuwenig Deodorant sind abstoßend für die konservativen Chilenen. Bei der Arbeit wird auf formelle Kleidung wert gelegt, und in den meisten Unternehmen ist das Tragen von Krawatten Pflicht. Aber der Wechsel von Sie zu du unter Kollegen ist recht einfach, außer bei sehr formellen Anlässen. Besonders junge Leute (bis 35 Jahre) wollen nicht mit Sie angesprochen werden. Wenn du dir nicht sicher bist, ist es immer besser bei der formellen Art zu bleiben, vor allem im Umgang mit älteren Menschen.
Chilenen sind sehr gastfreundlich gegenüber den meisten Auslaendern. Wenn möglich, solltest du niemals eine Einladung ablehnen.
Wenn du das Land auf einem der kleinen, unabhängigen Grenzübergänge nach Argentinien, zum Beispiel auf einer Tour durch die Zentralanden, verlassen möchtest, musst du dir zuerst ein Salvoconducto bei der Policía de Investigaciones in jeder groesseren Stadt besorgen, um dieses dann gemeinsam mit deiner Touristenkarte an der Grenze vorzuweisen.
Drei private Fluglinien – LATAM Chile (www.latam.com ) und Sky Airline (www.skyairline.cl ) bedienen alle größeren Städte des Landes mit einer modernen Flotte. Aufgrund der riesigen Distanzen ist Fliegen eine schnelle und sichere Art des Reisens in Chile.
UCT/GMT minus 4 Stunden. Die chilenische Sommerzeit ist zwischen August und Mai.